Kaiserleibrücke Frankfurt
Bauherr
Hessen Mobil
Zeitraum
2015 - 2016
Leistungen
Bauwerksmessungen: eine Systemidentifikation für eine realitätsnahe Modellierung der Berechnungsmodelle, die Ermittlung der tatsächlichen Auslastung in den ungünstigsten realen Belastungssituationen und die Bewertung der realen Ermüdungsbeanspruchungen (Beanspruchungskollektive)
Beschreibung
Die Kaiserleibrücke verbindet das nördliche Frankfurter Mainufer mit dem Offenbacher Stadtteil Kaiserlei und überführt die BAB 661 über den Main. Das 1960 bis 1964 errichtete Bauwerk ist eine 220 m weit gespannte Stabbogenbrücke mit Stahlfahrbahn und einer Überbaubreite von 36,70 m, auf der je Richtung 4 Fahrstreifen (bzw. 3+ Standspur) sowie 1 Fußweg geführt werden. Besonders für das Tragwerk sind der ungewöhnliche Bogenquerschnitt aus jeweils 2 Rohrquerschnitten und die insgesamt 6 parallel verlaufenden offenen Versteifungsträger. Das Eigengewicht des Überbaus ist im Verhältnis zu anderen Stabbogenbrücken mit ähnlicher Spannweite außergewöhnlich gering, da die Querschnitte stark an den Schnittgrößenverlauf angepasst und die Blechdicken entsprechend gering sind.
Diese konstruktiven Besonderheiten waren sowohl für die statische Nachrechnung als auch für das anschließende Monitoring von maßgeblicher Bedeutung.
Im Jahr 2014 wurde eine vollständige statische Nachrechnung der Kaiserleibrücke gemäß der „Richtlinie für die Nachrechnung von Straßenbrücken im Bestand“ durchgeführt.
Dabei konnte das Ergebnis nicht in allen Nachweisen eine ausreichende Sicherheit nachweisem. Die identifizierten Problempunkte betrafen insbesondere den Grenzzustand der Tragfähigkeit sowie die Ermüdungssicherheit.
Um die Einwirkungen und die Beanspruchungen aus Straßenverkehr und anderen veränderlichen Lasten über einen hinreichend langen Zeitraum erfassen zu können, wurde von Mitte August bis Anfang Dezember 2015 ein umfassendes Monitoringsystem an der Brücke installiert.