Freybrücke Berlin

Zeitraum

2016 - 2017

Auftraggeber

ZSB - Zwickauer Sonderstahlbau GmbH

Beschreibung

Die Freybrücke der Berliner Heerstraße über die Untere-Havel-Wasserstraße (UHW) wurde als Ersatzneubau errichtet. Das Tragwerk ist ein dreifeldriger Durchlaufträger mit Netzwerkbogen über der mittleren Stromöffnung. Die Fahrbahn ist als Stahlbetonverbundplatte ausgebildet. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt 157,9 m, die Stromöffnung misst 80,0 m und der Abstand der Bogenebenen liegt bei 16,8 m. Zur Vermeidung windinduzierter wirbelerregter Querschwingungen (vortex shedding) und Galloping-Schwingungen der Flachstahlhänger sind in deren Kreuzungspunkten Querverspannungen aus Elastomeren vorgesehen. Vor und nach Einbau der Querverspannungen sollen die Eigenfrequenzen und die Dämpfungsmaße der geneigten Flachstahlhänger messtechnisch ermittelt werden, um Eingangswerte für die Bemessung der Verspannungen zu liefern und nach deren Einbau die Wirksamkeit der Maßnahme zu dokumentieren und zu bewerten. Ziel der geplanten Schwingungsmessung und Bewertung ist es, die Charakteristik der Schwingungs- und Dämpfungseigenschaften der ungekoppelten und gekoppelten Hängernetze präziser zu erfassen, und realitätsnahe Ausgangswerte für die rechnerischen Nachweise zu liefern. Über den Vergleich der „Vorher-“ mit der „Nachher“-Messung kann die Wirksamkeit der angeordneten Querverspannungen direkt belegt werden.